ich arbeite auf dem iPad häufig mit einem VNC Client. Nicht nur, um das Mediacenter im Servicefall steuern zu können, sondern auch für Support Zwecke in der Familie. Bisher hatte ich Mocha VNC im Einsatz. Vor einiger Zeit bin ich aber auf iTeleport Jaadu VNC aufmerksam geworden, welches in einer iPhone und iPad Version erhältlich ist. Dieses Programm bietet einige Vorteile, die ich euch hier kurz vorstellen möchte.
Besonders hervorheben möchte ich die wirklich einfache Konfiguration. Im lokalen Netz gibt man nur die IP Adresse, sowie Benutzername / Kennwort für den VNC Zugang an. Fertig. Sollte sich die IP Adresse des Zielsystems in Zukunft ändern, wird das von iTeleport automatisch erkannt.
Der Bildschirminhalt lässt sich mit den bekannten Gesten frei skalieren. So hat man wahlweise den Überblick über den ganzen Desktop, oder kann sich schnell einen Ausschnitt heranzoomen um Details zu erkennen.
Für die Maus gibt es zwei mögliche Settigs. Im Touch-Screen Modus taucht der Mauszeiger, bei Berührung des Displays, direkt unter dem Finger auf. Das eignet sich bestens, um Programmoberflächen mit grossen Buttons zu steuern. Wird der Touch-Screen Modus deaktiviert, dann funktionert das Display des iPad wie ein grosses Touchpad. So ist eine sehr präzise Maussteuerung möglich. Bei Bedarf lässt sich sogar die Anzeige des Bildinhaltes auf dem iPad deaktivieren. Damit wird das iPad zu einem erstklassigen Maus / Tastaturersatz, ohne dass das Netzwerk unnötig belastet wird. Alle relevanten Einstellungen sind gut erreichbar, und lassen sich zur Laufzeit ändern.
iTeleport kennt mehrere Tastaturlayouts. Die wichtigen Tasten <ctrl>, <alt>, <cmd> und <esc> lassen sich permanent am oberen Bildschirmrand einblenden.
Für die Texteingabe bietet iTeleport die iPad Standard Tastatur, die neben den alphanumerischen Tasten auch Sonderzeichen bietet. Zusätzlich gibt es aber auch ein Layout mit Funktionstasten.
Damit die Eingabe von Umlauten problemlos gelingt, musste ich die Systeme aber auf das US Tastaturlayout umstellen. Ich habe dafür das US Layout in den Systemeinstellungen aktiviert und die Option "Eingabequellen in der Menüleiste anzeigen" gesetzt. So lässt sich das Layout bequem umstellen, sobald die Verbindung steht.
Ein Punkt, der mir besonders wichtig ist, ist die Möglichkeit, Systeme ohne grossen Konfigurationsaufwand über das Internet zu steuern. Das war bisher immer mit Komplikationen verbunden. iTeleport geht da einen etwas eigenwilligen, aber sehr brauchbaren Weg. Auf der Website des Herstellers kann man kostenlos das iTeleport Connect Programm herunterladen. Das Programm ist für MacOS und Windows erhältlich. Die Einrichtung ist recht einfach. Man besorgt sich einen kostenlosen Google Mail Account, installiert iTeleport Connect auf dem Zielsystem, und gibt dort die Google Mail Zugangsdaten ein. Sobald man sich mit iTeleport am Google Mail Account anmeldet, werden alle so präparierten Systeme angezeigt. Das funktioniert sowohl per WLAN, als auch über 3G.
Fazit:
Mit CHF 28.- zählt iTeleport nicht unbedingt zu den günstigsten Vertretern. Ich finde jedoch, die einfache Konfiguration, der Funktionsumfang, und die stabile Funktion sprechen für sich. Deshalb denke ich, dass iTeleport sein Geld wert ist. Das iPad hat mein MacBook Pro im Wohnzimmer inzwischen abgelöst. Es dient mir als Surf- und Mailstation, News und Bookreader, etc. Dank iTeleport ist es jetzt auch ein (fast) vollwertiger Maus- und Tastaturersatz für das Mediacenter. Aufgaben, die einen vollwertigen Mac erfordern, kann ich jetzt auch auf den iPad bearbeiten. Dafür verbinde ich mich einfach mit dem MacBook, welches seinen Platz im Arbeitszimmer gefunden hat. Auch wenn ich unterwegs bin, kann ich mal schnell nach dem Gesundheitszustand des Mediacenters schauen, eine Aufnahme programmieren, oder Dokumente einsehen die ich nicht synchronisiert habe. Ich bin mit dem App sehr zufrieden
lg
Michael


